St.-Guilhem-les-Désert? ... Non!
Ja, das war unser Plan heute: Noch einmal das schönste Dorf ansteuern – gegen Mittag, mit dem Auto (nachdem wir gestern auf dem Busfahrplan gesehen haben, dass nach den Sommerferien hier nur einmal ein Bus hin und einmal zurückfährt – zu ungünstigen Zeiten). Und dann zuerst den unteren Parkplatz ansteuern, notfalls sonst den oberen.
Soweit die Theorie … unten ist gar nichts frei, oben eigentlich auch nicht wirklich … aber da!: eine kleine Lücke, eine Einzige (es fährt gerade jemand raus). Wir Eltern würden es wagen, die Kinder verweigern. Wir wollen keinen Streit, also fahren wir wieder …
Etwas bedröppelt kommen wir in unserer Domaine wieder an … es ist gerade einmal 11:30 Uhr. Und nun?
Wir müssen umplanen ...
Ein Blick auf Google Maps bringt uns nicht weiter – alles ist zu weit weg, wir wollen ja auch noch mal in den Pool und heute Abend essen in Saint-Jean-de-Fos …
Spaziergang zum "Weinberg-Gütle"
Neuer Plan: Kleiner Spaziergang zu dem netten Häuschen in den Weinbergen, das wir immer vom Garten aus sehen. Den Nachmittag in Pool und Garten relaxen. Dann starten zu dem tollen Olivenöl-und-Kosmetik-und-Parfüm-Verkaufsladen, den Sven kürzlich entdeckt hatte (er spekuliert noch auf einen Duft). Von dort dann direkt nach Saint-Jean-de-Fos.
Und so machen wir es. Das Häuschen entpuppt sich als verlassener ehemaliger vermutlicher Wohnort. Wild wachsende Rosmarin-Sträucher, so groß wie bei uns die Rosen … Thymian auf den Wegen. Um das Häuschen Bruchsteinmauern, in denen Töpfereien eingelassen sind. Und der Garten: So wie bei uns eine Obstbaumwiese, nur mit Olivenbäumen. Wild wachsend, mit Früchten dran. Ein paar Feigenbäume stehen daneben – mit Früchten.
Man könnte das ganze Grundstück, mit allem, was draufsteht, so wie es ist, einfach mitnehmen 😍
Ein ganz faszinierendes Grundstück 😍
Abenteuerlicher und wunderschöner Pool-Nachmittag
Abenteuerlich, weil … ja, weil doch tatsächlich eine tote Ratte auf dem Kies neben dem Pool liegt. Man könnte sie für ein süßes totes Mäuschen halten, das eigentlich aussieht, als wenn es eingerollt schläft, aber dafür ist sie irgendwie zu groß …
Wir geben Phillippe, unserem Vermieter, Bescheid, der wenig später eh vorbeikommt. Er lacht, schnappt sie sich (mit den Händen 🫣) am Schwanz und wirft sie mit großem Schwung … über die Hecke zum Nachbarn in die Weinreben … 😂
Sieht irgendwie so aus, als ob er das schon öfters so gemacht hat 🫣. Josua und ich denken an den Wein, den wir kürzlich vom Winzer in der Nähe gekostet haben …
Aber sonst genießen wir den Pool-Nachmittag in vollen Zügen, das Wasser ist herrlich erfrischend und wir sind die ganze Zeit alleine dort (wie eigentlich fast immer hier im Urlaub). Eine kleine Schlange sonnt sich in der Sonne, und wir rätseln, ob sie wohl giftig ist? Egal, sie hat mehr Angst, als wir. Immer, wenn wir uns ihr nähern, verschwindet sie in ihrem Erdloch …
Abenteuerlich, aber schön, der Nachmittag … 😍
Später trinken wir noch ein letztes Mal Kaffee auf der Terrasse, fotografieren unsere Mitbringsel-Sammlung (die den ganzen Esstisch füllt) und starten zum Abend-Ausflug.
In der Luft liegt permanent ein Duft nach Pinien 😍
Letzter Einkauf und schönstes Dorf - aber anders
Zuerst in diesen Laden, den Sven entdeckt hat. Und wie er schon meinte, da kommt man so schnell nicht wieder raus. Wir sind nur bei der Kosmetik, da wir Olivenöl schon haben. Trotzdem brauchen wir bestimmt bald eine Dreiviertelstunde, bis wir alle Eau de Toilette, Raumdüfte, Seifen, Flakons und sonstiges haben …
Verlassen recht schwer bepackt , aber sehr zufrieden den Laden 😊
In Saint-Jean-de-Fos sind wir zu früh, zumindest, wenn wir essen wollen. Also schlendern wir noch ein bisschen durchs Dörfchen, von einem Atelier zum Anderen. Bestaunen die süßen Gässchen und die Architektur, genießen die Atmosphäre, tauchen ein in diese französische Lebensweise (die wir bitte importieren möchten) und sind einfach nur happy, wie anders und so viel schöner vielleicht als geplant der Tag verlaufen ist. Beim Abendessen im Restaurant am Marktplatz fühlen wir uns schon wie Stammgäste, und als wir mit unseren sehr leckeren (selbstgemachten) Burgern fertig sind, startet hier im Ort das Abendleben. Alles, was zwei und vier Beine hat, kommt nach draußen, vom Baby bis zum Opa, vom Hund bis zu den Katzen. Die Kinder üben klettern am Laternenmast gegenüber, die Jugend flaniert und trifft sich und überhaupt wirken alle recht glücklich und zufrieden – und wir auch 😍
Doch noch ein schönstes Dorf gefunden 😍
Abends nochmal Terrasse
Wir machen noch Würfel- und Brettspiele bis spät in die Nacht, genießen die Natur, den Pinienduft, die Ruhe.
Lizzy, die kleine Eidechse über uns in der Lampe, die dort jeden Abend auf Insektenjagd geht, steht zum Abschied für ein wunderschönes Foto zur Verfügung … 😍
Dieser Urlaub geht nun zu Ende. Wir müssen morgen nach Hause. Wir sind tief eingetaucht in die entspannte Lebensweise der Franzosen. Wir konnten uns fantastich erholen und wir haben wirklich etwas vom Land und den Menschen gesehen – so wie es sich für uns bei einem guten Urlaub gehört. 🫠










































